Vom 30. Mai bis zum 12. Juni 2026 fand an der Technischen Hochschule Wildau (TH Wildau) ein Sprachkurs Deutsch für Studierende aus Kasachstan statt. Teilgenommen haben neun Studierende der Deutsch-Kasachischen Universität Almaty (DKU) sowie fünf Studierende des Kasachisch-Deutschen Instituts für nachhaltige Ingenieurwissenschaften (KINI).

Den Studierenden aus verschiedenen Fachrichtungen wurde ein abwechslungsreiches Programm aus Sprachunterricht und Exkursionen in deutscher Sprache geboten, mit dem Ziel, die Deutschkenntnisse der Beteiligten zu vertiefen, die Studienmotivation zu steigern und das Interesse an einem Doppelabschlussprogramm zu erhöhen.

Neben reinem Sprachunterricht gaben die Sprachdozentinnen und -dozenten auch Einblick in das politische und kulturelle Leben in Deutschland. Zudem wurde die deutsche Sprache auch in Fachveranstaltungen angewendet. Der stellvertretende DKU-Projektleiter Prof. Anselm Fabig bot den Studierenden im Intralogistiklabor eine praktische Einführung in den Bereich Indoor-Ortung.

Besonderes Highlight war eine gemeinsame Veranstaltung mit den Doppelabschluss-Studierenden des DKU-Projekts in Berlin, bei dem sich die Sprachkursteilnehmenden mit den Doppelabschluss-Studierenden vernetzen und alle Fragen zu einem Studienaufenthalt in Deutschland stellen konnten. Auch bei einem Teil der Sprachkursteilnehmenden besteht das Interesse, im Verlauf ihres Studiums für ein oder zwei Auslandssemester in Deutschland an einer Partnerhochschule des DKU-Projekts zu studieren. Gemeinsam besuchten alle Studierenden das Futurium in Berlin. Die Sprachkursteilnehmenden nahmen im Laufe ihres Aufenthalts zudem an einer Führung durch den traditionsreichen Standort Wildau teil und bekamen bei einer Exkursion in das BMW Group Werk Berlin Einblick in die dortige Motorradproduktion, in das Logistikzentrum und die Montagehallen. Selbst Hand anlegen konnten die Studierenden im ViNN:Lab Makerspace der TH Wildau, in dem die Funktionsweise eines Lasercutters erörtert und auch selbst ausprobiert wurde.

Jedes Jahr wirbt das Projektbüro an der TH Wildau Stipendien für Studierende der Deutsch-Kasachischen Universität (DKU) beim DAAD ein. Dank dieser finanziellen Unterstützung können die leistungsstärksten DKU-Studierenden im Rahmen von Doppelabschlussprogrammen an einer deutschen Partnerhochschule studieren. Am 7. und 8. Juni trafen sich DAAD-Stipendiaten zum Erfahrungsaustausch und zu Gesprächen mit Vertretern aus der Politik in Berlin.

Das DKU-Projektbüro an der TH Wildau hatte für das Studienjahr 2025/26 DAAD-Stipendien, finanziert aus Mitteln des Auswärtigen Amts, eingeworben. Mit dieser Förderung konnten die besten DKU-Studierenden im Rahmen von Doppelabschlussprogrammen an eine der deutschen Partnerhochschulen gehen: HAW Hamburg, HS Mittweida, HS Rhein-Waal, HS Schmalkalden, TH Wildau oder HS Zittau/Görlitz. Im Herbst reisten 11 DKU-Studierende nach Deutschland.

Nachdem diese Studierenden nun mehr als ein Semester an ihrer Hochschule absolviert hatten, wurden sie zu einem Treffen nach Berlin eingeladen. Dieses wurde von dem DKU-Projektteam der TH Wildau organisiert und fand am 7. und 8. Juni 2026 statt.

Da parallel an der TH Wildau ein zweiwöchiger Sprachkurs für DKU-Studierende aus tieferen Semestern stattfand, wurde der erste Veranstaltungstag gemeinsam durchgeführt. Die Doppelabschluss-Studierenden berichteten von ihren Erfahrungen in Deutschland und tauschten sich mit den Studierenden aus den jüngeren Jahrgängen aus. Diese zeigten großes Interesse an den Doppelabschlussprogrammen. Im Anschluss gingen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen ins Futurium - ein Museum, das sich mit Zukunftsfragen auseinandersetzt.

Am Folgetag stand die Außenwissenschaftsdiplomatie Deutschlands im Fokus. Die Doppelabschluss-Studierenden nahmen an einer Gesprächsrunde mit Herrn Christian Görke, Mitglied des Bundestages und Vorsitzender der Parlamentariergruppe Zentralasien, teil. Dieser berichtete von der politischen Zusammenarbeit mit der Region Zentralasien. Anschließend waren die Studierenden in das Auswärtige Amt eingeladen. Neben einer Führung durch das Haus hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich mit Frau Reiffentsuel, der Beauftragten für Bildungs- und Wissenschaftsdiplomatie auszutauschen. Dabei ging es um die Erfahrungen im Studierendenalltag und die diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Kasachstan.

Der diesjährige Workshop fand am 28. und 29. Mai an der Hochschule Zittau/Görlitz statt.

Eröffnet wurde der Workshop mit Grußworten vom Kanzler der HS Zittau/Görlitz Christoph Matthias Duscha sowie dem Projektleiter Prof. Jens Wollenweber, TH Wildau, und dem Präsidenten der DKU Prof. Wolrad Rommel. Zudem überbrachte der Botschafter der Republik Kasachstan eine Videobotschaft.

Im Fokus standen neben Berichten aus den DAAD-Projekten der TH Wildau die ersten Ergebnisse einer aktuellen Evaluation der DKU sowie der Zeitplan für die nächste Förderphase. Zudem wurden Ansätze für die Weiterentwicklung des Sprachkonzepts und der Gastdozenteneinsätze vorgetragen und intensiv diskutiert. Den Abschluss des ersten Tages bildete eine geschichtliche Stadtführung durch die Zittauer Altstadt.

Am Folgetag standen parallele Gesprächsrunden mit den Dekanen der DKU sowie die Ideenfindung für zukünftige Projektaktivitäten im Mittelpunkt. Anschließend fand die Mitgliederversammlung des Hochschulkonsortiums statt.

Gastgeberin für den nächsten Workshop im kommenden Jahr wird die Hochschule Hof sein.

Man musste am 19. März 2026 nicht bis nach Kasachstan reisen, um dieses Land und seine Kultur zu erleben - ein Besuch der TH Wildau genügte! Dort durften die Gäste Kasachstan mit allen Sinnen erfahren: Sie konnten typische Speisen probieren, den Klängen kasachischer Folklore lauschen, spannende Fakten über das Land erfahren, an einem Quiz teilnehmen und sich an einer Tanzvorführung in traditionellen Gewändern erfreuen.

Anlass dieser Veranstaltung war Nauryz – das Frühlingsfest, welches in Kasachstan groß gefeiert wird. Eröffnet wurde das Fest viersprachig – auf Kasachisch, Russisch, Deutsch und Englisch. Anschließend konnten die Teilnehmenden ihr Wissen über das Land Kasachstan und seine Kultur an Thementischen erweitern. Es wurden berühmte Persönlichkeiten, traditionelle Musikinstrumente, klassische Literatur und Speisen vorgestellt. Sogar Stutenmilch konnte probiert werden! Auch konnten die Besucher typisch kasachische Trachten anprobieren und sich in diesen fotografieren lassen.

Ziel der Veranstaltung war es unter anderem, das Interesse für das Land Kasachstan zu wecken. Studierende wurden auf das Programm „Module studieren in Zentralasien“ aufmerksam gemacht: Für sie gibt es die Möglichkeit, für einen Kurzzeitstudienaufenthalt an die Deutsch-Kasachische Universität (DKU) nach Almaty zu gehen und dort an zweiwöchigen Blockveranstaltungen teilzunehmen. Diese werden von Dozentinnen und Dozenten deutscher Hochschulen auf Deutsch oder Englisch gelehrt, häufig in der vorlesungsfreien Zeit.

Zum Abschluss der Veranstaltung gab es weitere Kostproben aus der kasachischen Küche und die Gewinner des Quiz wurden gekürt.

Die TH Wildau pflegt eine intensive Partnerschaft zur DKU. Seit knapp 20 Jahren werden gemeinsame Doppelabschlussprogramme durchgeführt. Damit verbunden sind ein regelmäßiger Studierendenaustausch, Gastdozenteneinsätze und die Mitwirkung im DKU-Hochschulkonsortium. Seit gut einem Jahr ist an der TH Wildau das vom Auswärtigen Amt finanzierte DAAD-Projekt angesiedelt, welches die DKU bei ihrer Entwicklung von deutscher Seite unterstützt. Das Kasachische Frühlingsfest wurde von den Projektmitarbeiterinnen und Projektmitarbeitern organisiert. Sie wurden bei der Vorbereitung und Durchführung von Studierenden aus Kasachstan, die derzeit an der TH Wildau studieren bzw. studiert haben, unterstützt. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Botschaft der Republik Kasachstan in der Bundesrepublik Deutschland und mit der Deutsch-Kasachischen Gesellschaft statt.

Projektstelle Wildau

Kontakt

Katharina Scholz

+49 3375 508 883
katharina.scholz@th-wildau.de

Adresse

Technische Hochschule Wildau
Fachbereich Ingenieur- und Naturwissenschaften
DKU-Projekt
Hochschulring 1
D-15745 Wildau

gefördert durch den DAAD mit Mitteln des Auswärtigen Amtes